Dupuytren'sche Erkrankung - Dupuytren Kontraktur - Morbus Dupuytren
Dupuytren'sche Erkrankung Bildergalerie - Vorher / Nachher
Dupuytren'sche Erkrankung Dupuytren Kontraktur Morbus Dupuytren
So schaut die Krankheit aus vor der OP.
Der Finger ist eingezogen, man bleibt wo hängen, es stört
(moser milani - serving perfection)
Während der Operation, der Finger müss bis in die Hand aufgeschnitten werden, die Stränge entfernt, damit der Finger wieder gerade wird.
(moser milani - serving perfection)
Zwei Wochen nach der Operation zur Nahttentfernung, die Wunden heilen, Die haut ist teilweise noch mit weniger Gefühl.
(moser milani - serving perfection)

Behandlung der Dupuytren Krankheit

Die Dupuytren’sche Krankheit bzw. Kontraktur oder Morbus Dupuytren ist eine gutartige Krankheit in der Hohlhand und an den Fingern, welche die Finger narbig einzieht und eine volle Streckung der Finger unmöglich macht.

 

Im Volksmund wird diese Krankheit deshalb auch "Sehnenverkürzung" genannt.

 

Die Ursache der Erkrankung ist leider immer noch ungeklärt, obwohl sie sehr häufig ist.

 

Männer in höherem Alter sind vermehrt betroffen.

 

Die Krankheit beginnt oft mit Knoten in der Hohlhand und kann auch fälschlicherweise mit Rheuma oder Rheumaknoten verwechselt werden.

 

Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Einziehung der Finger, was dann sowohl immer wiederkehrende Hautentzündungen mit sich bringt als auch im alltäglichen Leben stört.

 

Medikamente, Salben sind bei dieser Erkrankung ohne Wirkung.

 

Bis dato konnte nur durch eine Operation, bei der die Hohlhand und der Finger aufgeschnitten wurde – also ein lange Narbe entsteht - der Strang herausgelöst werden.

 

Nachteile der Operation stellen häufig Wundheilungsstörungen sowie einen sehr langwierige postoperative Physiotherapie dar.

 

Dieses neue Verfahren, welches in den USA entwickelt wurde und dort schon seit einiger Zeit erfolgreich eingesetzt wird, ist nun auch seit April in Österreich zugelassen.

 

Ein bestimmtes Enzym (Kollagenase) wird dabei in den Strang eingespritzt und führt zur dessen Auflösung.

 

Am darauffolgenden Tag wird der angedaute Strang durch mechanisch gebrochen (nicht schmerzhaft).

 

Dieses Verfahren sollte zur Vermeidung von Problemen und Komplikationen aber nur von erfahrenen Handchirurgen durchgeführt werden.

 

 

Wer ist geeignet für die Kollagenase Behandlung

 

Patienten mit einer fortgeschrittenen Dupuytren’schen Erkrankungen und einem deutlichen Strang, vor allem in der Hohlhand, weniger am Finger.

 

 

Durchführung des Eingriffes

 

In einem ersten Schritt wird das Medikament in den Strang eingespritzt.

 

Dies dauert insgesamt ca. 20 Minuten und erfolgt tagesklinisch und ohne Narkose oder Betäubung.

 

Der Grund dafür liegt darin, dass es Unverträglichkeiten im Sinne von allergischen Reaktionen geben kann.

 

Es wird dann lediglich ein Verband angelegt.

 

Am Folgetag wird in einem zweiten Schritt der Strang dann aufgelöst.

 

Hierbei kann das Narbengewebe, welches enzymatisch gelöst und aufgeweicht ist, durch Strecken des Fingers aufgebrochen werden.

 

Dieser Schritt erfolgt ambulant.

 

Eventuell wird eine Schiene für einige Tage verordnet.

 

Die Hand sollte für ca. 1 Woche geschont werden.

 

 

Das Ergebnis

 

In großen Studien konnten nach 2 Jahren sehr zufriedenstellende Ergebnisse festgestellt werde.

 

Die Rückfallrate im Vergleich zu der Operation ist ebenso ähnlich.

 

Die Behandlung kann gegebenenfalls auch wiederholt werden.

 

Langzeitstudien gibt es jedoch noch keine, bleibende Schäden sind unwahrscheinlich.

 

 

 

  • 2x ca. 30 Minuten an 2 aufeinander folgenden Tagen

 

 

 

  • Schonung der Hand für ca. 1 Woche
  • Eventuell Ergotherapeutische Schienenbehandlung und Physiotherapie nach dem Eingriff zur Vermeidung von Rezidiven

 

 

 

  • keine Narkose erforderlich

 

 

 

  • tagesklinischer Aufenthalt während der Injektion
  • ambulanter Besuch zum Aufsprengen des Stranges 24 Stunden später
 
"Eine schöne Hand ziert den ganzen Menschen." (Heinrich Heine)