Als Therapiemöglichkeiten stehen die Implantation von Prothesen (meist individuell angepasste Silikon– oder PTFE Prothesen), die Injektion von Fillern (Hyaluronsäure, Kollagen etc,) oder die Eigenfettunterspritzung zur Verfügung.
Bezüglich de Filler stehen prinzipiell zwei Arten von Füllsubstanzen zur Verfügung:
1. auflösbare Filler
2. permanente Filler (nicht auflösbare)
2. permanente Filler (nicht auflösbare)
Auflösbare Filler werden über einen Zeitraum (je nach Material und Patient) zwischen 4 und 9 Monaten wieder vom Körper abgebaut.
Permanente Filler dagegen bleiben ein Leben lang im Bereich der Injektionsstelle präsent.
Somit besteht zwar eine dauerhafte Korrektur der Konturstörung, das sich nicht auflösbare Füllmaterial verursacht jedoch sehr häufig Probleme in Form von Fremdkörperreaktionen (Rötung, Knotenbildung, Schmerzen etc).
Eigenfettunterspritzungen werden seit etwa 25 Jahren erfolgreich durchgeführt.
Überschüssiges Fettgewebe wird entweder vom Bauch, der Oberschenkeinnenseite / Leistenregion oder auch der Knieregion entnommen.
Durch ein spezielles Verfahren (Zentrifugierung) wird das Fett aufbereitet und steht anschließend in steriler Form als unbedenkliches Eigengewebe zur Verfügung.
Nicht gebrauchtes bzw. überschüssiges Fett kann tief gefroren werden und für allfällige Korrekturen neuerlich verwendet werden.
Zunächst Entnahme des Fetts vom Bauch oder Bein (analog zur Fettabsaugung, nur in deutlich kleinerer Menge).
Nach Aufbereitung des Fetts Injektion im Bereich der Konturunregelmäßigkeit.
Für einen Zeitraum von ca. 14 Tagen vor der Operation sollten Sie auf Medikamente verzichten, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin, ASS, etc.), da durch diese die Blutgerinnung beeinträchtigt wird.
Des Weiteren sollten Sie auch Alkohol, Zigaretten und Schlafmittel weitgehend vermeiden.
Nikotin kann die Durchblutung von Organen vermindern und die Wundheilung verzögern.
Verzichten Sie deshalb zwei Wochen vor der Operation und in der Wundheilphase auf Nikotin.
- Kühlende Umschläge in den ersten 5–7 Tagen im Bereich der Injektionsstelle.
- Körperliche Schonung für 2 Wochen.
Eventuelle Schwellungen und Verfärbungen durch Blutergüsse im Entnahmegebiet klingen meist nach zwei Wochen ab.
Das Risiko einer Infektion, Blutung oder Nervenverletzung ist sehr gering.
Eigenfett wird in gewissem Sinne wieder abgebaut.
Eine sichere Aussage über den Anteil ist nicht möglich und individuell verschieden.
Möglicherweise können ein bis zwei Nachinjektionen nötig sein, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erhalten.
- OP–Dauer: etwa 1–2 Stunden
- Narkose: Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf, ev. Vollnarkose
- Klinikaufenthalt: ambulant oder 1 Nacht
- Arbeitsunfähigkeit: nein
- Sport: nach 2 Wochen
- Gesellschaftsfähig: je nach Lokalisation, sofort bzw. nach 1-2 Wochen (Gesicht)


