NEWS

Thema der Woche: Brustvergrößerung

Brustvergrößerung: Lebensverändernde Maßnahme

Unsere Experten und Fachärzte für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Dr. Shirin Milani-Helletzgruber und Dr. Veith Moser, beantworten Fragen zum Thema der Woche. Heute: Brustvergrößerung.
moser_milani_wien

Sie führen regelmäßig Brustvergrößerungen durch. Aus welchen Gründen entscheiden sich Frauen für diesen Eingriff?
Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Jüngere Patientinnen sind meist mit der Größe ihrer Brüste unzufrieden. Sie haben das Gefühl, dass sie nicht zu ihrem Körper passen, was nicht selten einem A- oder B-Körbchen geschuldet ist und ihren Vorstellungen von einem schönen Dekolleté nicht gerecht werden kann. Patientinnen, die Gewicht verloren haben, nehmen besonders stark an den Brüsten ab, was sich mitunter auf die Form auswirkt. Und jene, die Kinder bekommen und gestillt haben, hätten schlicht gerne wieder das, was sie vor den Kindern hatten.
Dr. Veith Moser: All die genannten Problematiken lassen sich mit Hilfe von Implantaten gut lösen. In manchen Fällen empfiehlt sich eine Bruststraffung in Kombination mit einer Vergrößerung.

Wie läuft der Eingriff ab?
Dr. Milani-Helletzgruber: Wir führen Brustvergrößerungen im Privatspital durch, wo unsere Patientinnen eine Nacht gut versorgt und beobachtet verbringen, am nächsten Tag werden sie dann mit einen gemütlichen Sport-BH nach Hause entlassen.
Der Eingriff selbst findet in Narkose statt. Wo der Schnitt platziert wird, also in der Brustumschlagfalte, am Rand der Brustwarze oder in der Achselhöhle, wird mit der Patientin ausführlich im Vorfeld besprochen, sowie auch die Platzierung der Implantate, welche fast immer unter dem Muskel stattfindet.
Dr. Veith Moser: Wir bevorzugen den Schnitt in der Brustumschlagfalte und die Positionierung unter dem Brustmuskel. So erzielt man die natürlichsten und schönsten Ergebnisse. Die Wahl der Implantate (rund oder anatomisch) wird im Vorfeld abhängig vom Wunsch der Patientin sowie unserer Empfehlung aufgrund der vorhanden Brustform festgelegt.

Bleibt die Stillfähigkeit nach dem Setzen von Implantaten erhalten?
Dr. Milani-Helletzgruber: Meist schon. Auch den normalen Vorsorgeuntersuchungen steht nichts im Weg.

Worauf sollte man nach dem Eingriff achten?
Dr. Veith Moser: Die Patientinnen sollten sechs Wochen lang 24 Stunden einen metallfreien Sport-BH tragen und auf sportliche Aktivitäten verzichten. In manchen Fällen empfiehlt sich das Tragen einen Brustbandes. Schweres Heben und Tragen sind ebenfalls tabu. Wie nach jedem Eingriff gilt, sich möglichst zu schonen und einige Zeit Ruhe zu geben.

Inwieweit beeinflusst diese Operation das Leben der Patientinnen?
Dr. Milani-Helletzgruber: Enorm im positiven Sinne. Das Selbstwertgefühl kann durch diesen Eingriff gesteigert werden. Selbstverständlich ist eine Brustvergrößerung keine Lösung für psychische oder partnerschaftliche Probleme, weshalb wir im Vorgespräch jene Patientinnen herausfiltern, die sich davon etwas erhoffen, was wir ihnen damit nicht ermöglichen können. Aber die Frauen, die dadurch ein neues Körpergefühl erlangen und ihr Leben besser machen können, profitieren sehr davon.
Dr. Veith Moser: Wir hatten auch schon Patientinnen, die sich nach einigen Jahren für eine Implantatentnahme entschieden haben. Auch das muss man als behandelnder Arzt respektieren. Letzten Endes geht es darum, dass sich die Patientinnen wohlfühlen. Ich würde niemals einem jungen Mädchen viel zu große Implantate einsetzen. Wir versuchen, gemeinsam mit den Patientinnen herauszufinden, was am besten zu ihnen passt und würden niemals Wünsche erfüllen, die gesundheitlich bedenklich oder fern jeder Realität sind.

» Weitere Informationen zum Thema der Woche




Mehr erfahren

Thema der Woche: Tattooentfernung

Tattoos konservativ und chirurgisch entfernen

Unsere Experten und Fachärzte für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Dr. Shirin Milani-Helletzgruber und Dr. Veith Moser sowie unser Facharzt für Dermatologie, Dr. Kaan Harmankaya, beantworten Fragen zum Thema der Woche. Heute: Tattoo-Entfernung.
Tattoo-Laser

Warum entschließen sich Menschen dazu, ein Tattoo entfernen zu lassen?
Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Die Beweggründe sind vielfältiger Natur: Eine zerbrochene Partnerschaft, berufliche Gründe, Hautveränderungen oder die persönliche Weiterentwicklung spielen in den meisten Fällen eine große Rolle. Nicht wenige Menschen sind irgendwann unzufrieden mit ihrem Tattoo und möchten es loswerden.

Welche Methoden bieten Sie an?
Dr. Kaan Harmankaya: Im Moser Milani Medical Spa findet sich mit dem Asclepion TattooStart Effect ein hochwirksamer Tattoo-Laser. Er verfügt über zwei bewährte und sichere Lasertechniken, nämlich den NdYAG-Laser in Kombination mit dem Rubinlaser, und entfernt effektiv sämtliche Farbpigmente.

Eignet sich der Laser für alle Tattoos?
Dr. Kaan Harmankaya: Unser Laser erkennt beinahe jeden Farbton und wird individuell auf unsere Patienten bzw. ihre Tattoos abgestimmt.

Wie schnell ist ein Ergebnis sichtbar?
Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Wir empfehlen ca. vier bis acht Sitzungen innerhalb von vier bis acht Wochen. Allerdings spielen hierbei Faktoren wie die Farbe und Größe, Tiefe des Farbpigments und Farbmenge eine Rolle. Die Patienten sollten sich immer an unsere Empfehlungen halten und bedenken, dass jeder Mensch bzw. sein Tattoo anders auf die Behandlung anspricht.

Dr. Kaan Harmankaya: Um Kosten zu sparen und die Entfaltung des Endergebnisses zu beschleunigen, bieten wir die „Repeat-Methode“, also zwei Laserdurchgänge innerhalb einer Behandlung, an.

Entfernen Sie Tattoos auch operativ?
Dr. Veith Moser: Ja, allerdings kommt es dabei auf die Größe des Tattoos sowie die Körperstelle, an der es sich befindet, an.

Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Es gibt Patienten, die sich aus persönlichen Gründen möglichst schnell von einem Tattoo trennen möchten und die chirurgische Entfernung desselben vorziehen.

Wie läuft die chirurgische Tattoo-Entfernung ab?
Dr. Veith Moser: Der Bereich um das Tattoo wird markiert und anschließend herausgeschnitten, wobei die mit Farbpigmenten versehene Haut vom der Unterhaut abpräpariert und abgeschnitten wird. Dazu bedarf es lediglich eines Lokalanästhetikums. Anschließend genügt eine Naht, um die Wunde zu schließen, die nach zehn bis 14 Tagen entfernt wird.

Was sollte man nach diesem Eingriff beachten?
Dr. Veith Moser: Hochlagern und kühlen sind das Um und Auf – wie nach jedem chirurgischen Eingriff. Sport ist tabu, so lange die Nähte nicht entfernt wurden, ebenso sollte man sich ein bis zwei Tage schonen. Die Narbe sollte nach der Abheilung regelmäßig massiert und muss vor Sonnenlicht geschützt werden. Befindet sich das Tattoo an einer Stelle, die im Sommer der Sonne ausgesetzt ist, empfiehlt es sich, die Operation im Herbst oder Winter durchführen zu lassen.

Kosten: mittels Laser ab 100 Euro, operativ ab 400 Euro

» Weitere Informationen zum Thema der Woche

 




Mehr erfahren

Thema der Woche: Kapselfibrose und Implantatbruch

Komplikationen nach Brustvergrößerung

Unsere Experten und Fachärzte für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Dr. Veith Moser und Dr. Shirin Milani-Helletzgruber, beantworten Fragen zum Thema der Woche. Heute: Kapselfibrose und Implantatbruch.

Dr. Shirin Milani-Helletzgruber und Dr. Veith Moser

Nach einer Brustvergrößerung ist die Brust mit einem körperfremden Gewebe – dem Implantat – konfrontiert. Welche Folgen kann das haben?
Dr. Veith Moser: Im besten Falle bzw. in den meisten Fällen keine negativen. Je nach Qualität des Silikonimplantates gibt es Probleme mit demselben. Es handelt sich zwar um einen Fremdkörper, wenn man so will, doch die Brust ist in der Lage, diese Tatsache gut zu tolerieren. Es bildet sich eine zarte Bindegewebsschicht um das Implantat und somit wird es problemlos in das Gewebe integriert.

Welche Probleme können nach einer Brustvergrößerung entstehen?
Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Es kommt in einem niedrigen Prozentsatz zu einer Kapselfibrose oder zu einer Ruptur des Silikonimplantates. Bei der Kapselfibrose handelt es sich um die häufigste Komplikation nach einer Mammaaugmentation. Derartige Implantatkomplikationen kommen sehr viel häufiger bei qualitativ schlechten bzw. auch bei Billigimplantaten vor.

Was versteht man darunter?
Dr. Moser: Als Kapselfibrose bezeichnet man eine bindegewebsartige, harte Verdickung um das Implantat. Sie wird nach Baker I – IV eingeteilt. Baker I bezeichnet eine leichte Verdickung, die keinerlei Probleme verursacht, die Brust ist weich und das Implantat nicht fühlbar, Baker II kann sich in Form von Spannungsgefühlen äußern und geht mit leicht verhärtetem Bindegewebe einher, das Implantat ist von außen tastbar, während Baker III mäßige Verhärtungen sowie eine anfängliche Verformung des Implantats beinhaltet. Dieses ist sowohl fühl-, als auch sichtbar. Baker IV wiederum geht mit starken Schmerzen, schrumpfendem Bindegewebe sowie erkennbaren Verformungen der Brust einher.

Bedingen derartige Probleme operative Maßnahmen?
Dr. Milani-Helletzgruber: In den ersten beiden Stadien muss meist nichts gemacht werden. Bei Baker III sollte man operieren. Im Rahmen des Eingriffs wird die Kapsel eingeschnitten oder auch entfernt und eventuell das Implantatlager gewechselt. Schwere Formen der Kapselfibrose setzen eine meist offene Kapsulotomie voraus, um die Bindegewebskapsel entfernen zu können. Des Weiteren ist entweder ein Implantatlagerwechsel angezeigt oder auch eine vollständige, ersatzlose Implantatentfernung. Das ist in diesen Fällen oft die einzige, sinnvolle Therapieoption.

Wie häufig ist diese Komplikation?
Dr. Moser: In den letzten Jahren ist sie immer seltener geworden. Man kann sie leider nicht vollständig verhindern. Die Implantate, die wir verwenden, sind so beschichtet, dass das Risiko minimiert wird. Wir sehen viel mehr Patientinnen, die aufgrund einer Fibrose zu uns kommen, also bereits eine Brustvergrößerung woanders, z.B. im Ausland oder bei Billiganbietern, hinter sich haben, als Patientinnen, die nach einer Augmentation von uns mit diesem Problem konfrontiert sind. In unserem Patientengut liegt die Kapselfibroserate bei etwa 2,5 Prozent.

Das heißt, jede Frau mit diesem Problem kann sich an Sie wenden?
Dr. Milani-Helletzgruber: Selbstverständlich. Auch Damen, deren Implantat rupturiert ist, finden häufig den Weg zu uns. Diesen raten wir ausnahmslos zum Implantatwechsel, um gesundheitliche Risiken zu minimieren.

Was kann eine Ruptur auslösen?
Dr. Moser: Materialermüdung, Traumata, Manipulation, Gewalteinwirkung oder starke Kompression. Die äußere Hülle des Implantats reißt und der Inhalt (Silikongel oder Kochsalzlösung) tritt nach außen. Bei den von uns verwendeten Implantaten ist das Gel so zähflüssig, dass es nicht in die Brust sickern kann. Nichtsdestotrotz ist schnelles Handeln angezeigt, wenn ein Implantat beschädigt ist. Erkennbar ist das im Ultraschall, den in vielen Fällen unsere Brustgesundheitsexpertin Dr. Maria Bernathova bei uns im Haus durchführen kann, oder im MRT.

Dr. Milani: Wer auch immer das Gefühl hat, dass mit einem Implantat etwas nicht stimmt, sollte zum Arzt gehen. Es kann natürlich falscher Alarm sein, aber es ist immer ratsam, so etwas abklären zu lassen. Zuwarten ist in den meisten Fällen keine Option.




Mehr erfahren

Thema der Woche: Atherome und Xanthelasmen

Hautgewächse abklären und entfernen lassen

Unsere Experten und Fachärzte für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Dr. Shirin Milani-Helletzgruber und Dr. Veith Moser, beantworten Fragen zum Thema der Woche. Heute: Atherome und Xanthelasmen.
veithmoser_shirinmilani

Unsere Haut neigt mitunter dazu, von optischen Veränderungen betroffen zu sein, die man als unästhetisch oder störend wahrnimmt. Worum handelt es sich dabei?
Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Das ist unterschiedlich. Zu den häufigsten zählen neben Fettgewebeneubildungen, den so genannten Lipomen, Atherome und Xanthelasmen. Atherome werden umgangssprachlich als Grützbeutel bezeichnet und bilden sich in der Unterhaut. Es sind gutartige Zysten im Bereich der Haarfollikel. Xanthelasmen wiederum bilden sich an Ober- oder Unterlidern.

Das heißt, Atherome lassen sich unter Umständen verbergen, während Xanthelasmen für alle sichtbar an den Augen auftreten?
Dr. Veith Moser: So ist es. Atherome sind mit Talg und Hautzellen gefüllt und bilden sich meist an der Kopfhaut, im Gesicht, der Nackenregion, im Intimbereich oder zwischen Bauch und Brust. Bei Xanthelasmen wiederum handelt es sich um gelbe Plaques oder Knötchen, die durch Ablagerungen von Cholesterol im Gewebe bzw. den Speicherzellen des Ober- oder Unterlides entstehen. Sie können flach oder erhaben sein, befinden sich meist in der Nähe des inneren Lidwinkels. Das lässt sich schwerlich kaschieren.

Sind derartige Phänomene behandlungsbedürftig?
Dr. Milani-Helletzgruber: In der Regel sind sie nur unästhetisch, allerdings können sich Atherome entzünden und eitrig infizieren, wenn man sie manipuliert. Da meist der Talgdrüsenausgang verstopft ist, sind sie in der Lage, stetig zu wachsen. Deshalb empfiehlt sich eine chirurgische Entfernung. Xanthelasmen können auf einen gestörten Fettstoffwechsel hindeuten – vor allem, wenn sie vor dem 30. Lebensjahr auftreten. Nachdem sie medikamentös nicht behandelbar sind, sollte man sie mittels Kauter, Laser oder chirurgisch entfernen lassen.

Welcher Arzt ist diesbezüglich der richtige Ansprechpartner?
Dr. Moser: Sowohl Dermatologen als auch Fachärzte für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Wir arbeiten eng mit unserem Kollegen Dr. Kaan Harmankaya zusammen, der wie wir solche Hautgewächse behandelt und entfernt. Wer etwas Derartiges bemerkt, sollte prinzipiell immer einen Arzt aufsuchen. Ob unsere Allgemeinmedizinerin Dr. Jasmin Darabnia oder unser Dermatologe – unser Team von Experten arbeitet eng zusammen und weist im Bedarfsfall an den entsprechenden Kollegen zu. Wichtig ist vor allem, sich in ärztliche Behandlung zu begeben und die Ursachen abklären zu lassen.

Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Nicht in jedem Fall ist eine Operation angezeigt. Ist sie allerdings vonnöten, können wir den Eingriff in unserem hauseigenen OP durchführen. Vor allem bei Gewächsen im Gesichtsbereich sind Plastische Chirurgen die perfekten Ansprechpartner. Wir arbeiten so ästhetisch und narbenarm wie möglich und verfügen über eine große Expertise.

» Weitere Informationen zum Thema der Woche




Mehr erfahren

Thema der Woche: Bruststraffung

Eine Frage des Alters

Unsere Expertin und Fachärztin für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Dr. Shirin Milani-Helletzgruber, beantwortet Fragen zum Thema der Woche. Heute: Bruststraffung.Dr. Shirin Milani-Helletzgruber

Aus welchen Gründen ziehen manche Frauen in Erwägung, sich einer Bruststraffung zu unterziehen?
Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Die Beweggründe solcher Patientinnen sind verschiedener Natur. Während die einen schon immer unter ihrer Brustform leiden, sind die anderen mit ihren Brüsten nach Gewichtsverlust, Schwangerschaft oder altersbedingt nicht mehr zufrieden. Je älter wir werden, desto mehr lässt die Spannkraft der Haut nach. Deshalb ist es völlig normal, dass auch die Brüste sich im Laufe der Jahre und aufgrund der genannten Faktoren herabsenken. Manche Frauen leiden enorm darunter und können mit Hilfe einer Straffung ein völlig neues Körpergefühl erlangen.

Ist die Bruststraffung für Frauen jedes Alters eine Option?
Dr. Milani-Helletzgruber: Nein. Selbstverständlich könnte man diesen Eingriff auch schon bei jungen Frauen durchführen, allerdings sollte man immer bedenken, dass er mit Narbenbildung einhergeht, die Frauen ab einem gewissen Alter weniger stören als junge Damen, die sich beispielsweise unbeschwert im Bikini oder nackt zeigen möchten. Ich bespreche mit allen Patientinnen das Thema Narben ganz ausführlich, um sicherzugehen, ob sie mit der Tatsache umgehen können, dass dieser Eingriff Spuren hinterlässt, mit denen man möglicherweise in einem bestimmten Alter nicht umgehen kann.

Das heißt, Sie operieren nur Patientinnen, die ein gewisses Alter erreicht haben?
Dr. Milani-Helletzgruber: Wir sind diesbezüglich zurückhaltend und achten darauf, dass keine unserer Patientinnen eine Entscheidung trifft, die sie hinterher bereut. Bei jungen Frauen kann man durchaus zuwarten, bis ihr Kinderwunsch abgeschlossen oder ihr Selbstbild entspannter ist. Leidet eine Patientin allerdings so massiv unter ihrer Brustform, dass die Narbenbildung für sie keine Rolle spielt, führen wir den Eingriff auch dann durch, wenn sie noch sehr jung ist. Allerdings wird das im Vorfeld genauestens besprochen und das Für und Wider abgewogen.

Lassen sich die Narben irgendwie kaschieren?
Dr. Milani-Helletzgruber: Ja, mittels Permanent Make-up, zum Beispiel. Wir haben bei uns eine Expertin, die das anbietet. Ein Jahr nach der Operation sind in den meisten Fällen die Narben ohnehin verblasst. Aber man muss die Patientinnen darauf vorbereiten und darüber aufklären, dass dieser Eingriff Spuren hinterlässt.

Was genau wird im Rahmen einer Bruststraffung gemacht?
Dr. Milani-Helletzgruber: Um eine schöne neue Brustform zu erhalten, muss überschüssige Haut entfernt und die Brustwarze nach oben versetzt werden. Entweder wird um die Brustwarze herumgeschnitten, Haut entnommen, die Brustwarze nach oben versetzt und um sie herum die verbliebene Haut genäht. Manchmal müssen wir allerdings vertikal vom Unterrand des Warzenhofes in Richtung Brustumschlagfalte schneiden. Wir legen größten Wert darauf, so narbenarm wir möglich zu operieren.

Kann die Bruststraffung mit einer Augmentation kombiniert werden?
Dr. Milani-Helletzgruber: Durchaus. Implantate bieten sich bei manchen Patientinnen schon deshalb an, weil man eine perfekte Brustform erreichen kann.

Ist das Ergebnis sofort sichtbar?
Dr. Milani-Helletzgruber: Die Patientinnen müssen wissen, dass das Endergebnis einer Bruststraffung erst nach drei Monaten zum Tragen kommt. Erst nach dieser Zeit sehen die Brüste so aus, wie sie aussehen sollten. Deshalb ist Geduld das Um und Auf.

» Weitere Informationen zum Thema der Woche




Mehr erfahren

Atypischer Knieschmerz

Nicht immer ist das Gelenk ursächlich für Knieschmerzen, wie Dr. Veith Moser und Dr. Arthur Schultz vom 1. Wiener Nervenschmerz Zentrum, beheimatet im Moser Milani Medical Spa, im Medium Running – Das Laufmagazin schildern.

artikel-knieschmerz

Artikel als pdf downloaden




Mehr erfahren

Thema der Woche: Nagelkeilexzision

Eingewachsene Nägel chirurgisch korrigieren

Unser Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Dr. Veith Moser, beantwortet Fragen zum Thema der Woche. Heute: Nagelkeilexzision.
dr-veith-moser

Als Plastischer Chirurg behandeln Sie auch Patienten, die unter eingewachsenen Zehennägeln leiden. Wann sollten Betroffene Sie diesbezüglich zu Rate ziehen?
Dr. Veith Moser: Wenn ein Nagel in das Nagelbett einwächst, verursacht das naturgemäß Schmerzen. Zu Beginn kann solch ein Problem unter Umständen von erfahrenen Fußpflegern behoben werden, allerdings gibt es Fälle, in denen ein chirurgischer Eingriff unumgänglich ist. Häufig geht das Einwachsen mit Entzündungen einher, die man auch mit Fußbädern nicht in den Griff bekommt. Die Patienten haben Schmerzen beim Gehen, beim Tragen von Schuhen und sind nicht selten mit vereiterten Entzündungsherden konfrontiert. Deshalb sollte man schnellstmöglich eingreifen.

Wie läuft die Behandlung ab?
Dr. Moser: Die Nagelkeilexzision, auch Emmert-Plastik genannt, gilt als eines der gröberen medizinischen Behandlungsverfahren. Zunächst wird der betroffene Zeh mit einem lokalen Betäubungsmittel in „Schlaf“ versetzt, damit der Patient keinen Schmerz empfindet. Danach gilt es, mittels Skalpell keilförmig ein Stück des Nagels und des Nagelbetts zu entfernen, um den Entzündungsherd sowie den Teil, der Probleme verursacht, zu eliminieren. Dabei schneide ich bis auf den Knochen. Das mutet zwar mitunter beängstigend an, ist aber äußerst effektiv. Die Heilung verläuft innerhalb von zwei Wochen völlig problemlos.

Verändert sich der Zeh oder Zehennagel dadurch optisch?
Dr. Moser: Durchaus. Er ist danach schmaler, da der Nagel in „schlankerer“ Form nachwächst. Ansonsten sieht der Zeh, sobald er sich vollständig regeneriert hat, aus wie vorher. Werden Nähte verwendet, bleiben diese zwei Wochen drinnen. Man kann den Heilungsprozess unterstützen, indem man regelmäßig den Verband oder das Pflaster wechselt und penibel auf Sauberkeit achtet. Falls keine Nähte gemacht werden können, sind tägliche Fußbäder mit Kamillentee oder Jod-Lösungen notwendig.

Wie kommt es zu einem derartigen Zustand?
Dr. Moser: So etwas kann schnell passieren. Vielen Patienten ist es peinlich, dass sie unter diesem Problem leiden, weshalb sie oft Jahre warten, bis sie zum Arzt gehen. Ein eingewachsener Nagel hat jedoch in den seltensten Fällen mit mangelnder Hygiene oder Pflege zu tun – vielmehr wird er dadurch verursacht, dass die Nägel falsch geschnitten werden, was jedem passieren kann.

Muss der Eingriff in Spital durchgeführt werden?
Dr. Moser: Ich mache Nagelkeilexzisionen in unserem hauseigenen OP. Die Patienten dürfen danach nach Hause gehen und können die Nähte bei Bedarf vom Hausarzt entfernen lassen. Selbstverständlich ist das Operationsgebiet nach einem solchen Eingriff empfindlich, was sich aber relativ schnell normalisiert.

Kosten einer Nagelkeilexzision: ab 350 Euro




Mehr erfahren

Thema der Woche: Ohrläppchenkorrektur

Ohrläppchen korrigieren lassen

Unsere Expertin und Fachärztin für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Dr. Shirin Milani-Helletzgruber, beantwortet Fragen zum Thema der Woche. Heute: Ohrläppchenkorrektur.

shirin_miliani_2

Sie verfügen über eine enorme Expertise im Bereich Ohrläppchenkorrektur. Warum treten Menschen mit dem Wunsch an Sie heran, Ihre Ohrläppchen chirurgisch korrigieren zu lassen?
Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Aus verschiedensten Gründen. Bei manchen Patienten ist das Ohrläppchen ein- oder durchgerissen, weil sie an ihrem Ohrschmuck hängengeblieben sind oder dieser zu schwer war. Die meisten allerdings möchten ihre gedehnten Ohrläppchen korrigieren lassen, in denen Platz für so genannte Fleischtunnel oder flesh tunnel geschaffen wurde.

Das heißt, Menschen mit stark gedehnten Ohrläppchen wünschen sich den ursprünglichen Zustand derselben zurück?
Dr. Milani-Helletzgruber: Richtig. Nicht selten gefällt dieser Zustand ästhetisch nicht mehr, ist aus beruflichen Gründen unhaltbar oder schlicht problematisch, weil etwas durchreißt. Mit einem relativ kleinen Eingriff lassen sich nahezu alle Probleme, die die Ohrläppchen betreffen, beheben.

Ist dazu eine Vollnarkose erforderlich?
Dr. Milani-Helletzgruber: Nein. Ich führe diese Operation in Lokalanästhesie in unserem hauseigenen OP durch. Sie dauert etwa 30 Minuten. Im Rahmen des Eingriffs wird überschüssiges Gewebe entfernt, die Ohrläppchenform korrigiert und alles mit einer dezenten Naht versehen. Diese wird nach einer Woche entfernt.

Warum sollte man diesen Eingriff von Plastischen Chirurgen durchführen lassen?
Dr. Milani-Helletzgruber: Wenngleich das Ohrläppchen praktisch nur aus Haut und Fettgewebe besteht, verlaufen doch kleinste Nerven durch dieses Areal. Deshalb plädiere ich immer dafür, Eingriffe am Ohrläppchen nur von erfahrenen Chirurgen durchführen zu lassen. Ebenso verhält es sich mit dem Stechen von Ohrlöchern. Vor allem mit Kindern sollte man nach Möglichkeit dafür zum Arzt gehen. Ich mache dies keinesfalls bei unter Sechsjährigen.

Kann man nach einem solchen Eingriff wieder Ohrschmuck tragen?
Dr. Milani-Helletzgruber: Ja, aber frühestens nach drei Monaten. Er sollte nicht zu schwer sein, damit das Ohrläppchen nicht ausreißt. Die Narbe verschwindet nach einiger Zeit fast vollständig und meist sieht man den Ohrläppchen nicht mehr an, dass sie gedehnt waren und korrigiert wurden. Ich führe derartige Eingriffe beinahe jede Woche durch und die Ergebnisse sind äußerst zufriedenstellend.

» Weitere Informationen zum Thema der Woche




Mehr erfahren

Thema der Woche: Muttermale

Regelmäßige Muttermalkontrolle durchführen lassen

Unsere Experten und Fachärzte für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Dr. Shirin Milani-Helletzgruber und Dr. Veith Moser, beantworten Fragen zum Thema der Woche. Heute: Muttermale
Dr. Shirin Milani-Helletzgruber und Dr. Veith Moser

Sie plädieren dafür, Muttermale regelmäßig von Experten kontrollieren zu lassen – vor allem nach dem Sommer. Warum?
Dr. Shirin Milani-Helletzgruber: Jeder von uns hat Muttermale, bei denen es sich aus medizinischer Sicht um Hautfehlbildungen handelt. Sie können von Geburt an vorhanden sein oder sich im Laufe des Lebens bilden. Wenngleich eigentlich unproblematisch, neigen sie dazu, zu entarten, wozu die Sonne maßgeblich beitragen kann.

Das heißt, wer sich gerne sonnt, sollte einerseits zu einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor greifen und andererseits bedenken, dass Muttermale das Sonnenlicht noch schlechter verkraften als die übrige Haut?
Dr. Veith Moser: Vor allem hellhäutige Menschen sind prädestiniert dafür, Hautkrebs zu entwickeln. Das heißt aber nicht, dass sich dunklere Hauttypen nicht schützen müssen. Sonnenschutz ist heutzutage unabdingbar. Muttermale sollten ohnehin einmal im Jahr von Experten (Dermatologen bzw. Plastische Chirurgen) kontrolliert werden. Nach dem Sommer empfiehlt sich das besonders.

Gilt das für alle gleichermaßen?
Dr. Milani-Helletzgruber: Familien, in denen bereits Hautkrebs vorgekommen ist oder in denen überdurchschnittlich viele Muttermale vorkommen, sollten öfter zur dermatologischen Kontrolle kommen. Das gilt in diesen Fällen auch schon für Kinder.

Kann die Sonne dazu beitragen, dass sich ein bereits bösartiges Muttermal schneller negativ entwickelt?
Dr. Moser: Nein. Ist ein Muttermal bereits entartet, hat die Sonne keinerlei Einfluss mehr darauf, wie es sich weiter entwickelt. Bei gesunden Muttermalen allerdings ist Vorsicht geboten. Mittlerweile weiß man, dass Menschen, die unter freiem Himmel arbeiten oder viel Zeit im Freien verbringen, öfter entartete Muttermale aufweisen als jene, bei denen das nicht der Fall ist. Und auch andere Formen des Hautkrebses entwickeln.

Dr. Milani-Helletzgruber: Die Sonne zeichnet also in manchen Fällen dafür verantwortlich, dass ein Muttermal zu einem Melanom wird. Es gilt, das so früh wie möglich zu erkennen, was eine regelmäßige Kontrolle gewährleistet.

» Mehr zum Thema der Woche




Mehr erfahren

Thema der Woche: Chronische Schmerzen

Schmerzauslöser Künstliches Gelenk

Unsere Nervenschmerzexperten, Dr. Veith Moser (Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Hand- und Nervenchirurgie) und Dr. Arthur Schultz (Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie), beantworten Fragen zum Thema der Woche. Heute: Chronische Schmerzen
dr-veith-moserdr-arthur-schultz

Eine europäische Studie hat ergeben, dass zwölf Prozent aller Patienten nach einem chirurgischen Eingriff bzw. einer Gelenksoperation unter Schmerzen leiden. Wie erklärt sich dieses Phänomen?

Dr. Arthur Schultz: Wir beschäftigen uns seit Jahren mit dieser Problematik. Die erwähnte Studie besagt auch, dass 20-30 Prozent aller Patienten, die ein künstliches Kniegelenk erhalten haben, schmerzgeplagt sind. Und das unabhängig davon, ob die Operation perfekt verlaufen ist oder nicht. Das entspricht durchaus den Tatsachen. Leider werden diese Patienten mit ihrem Problem oftmals allein gelassen oder falsch behandelt.

Dr. Veith Moser: Wir sind im 1. Wiener Nervenschmerz Zentrum ständig mit solchen Menschen konfrontiert. Sie wenden sich zunächst an ihren Hausarzt oder gehen zum Orthopäden, die oftmals die falschen Ansprechpartner sind. In den meisten Fällen handelt es sich nämlich um Nervenschmerzen.

Das heißt, ein hoher Prozentsatz an Patienten, die schmerz- und abnutzungsbedingt ein künstliches Gelenk benötigen, erfährt durch eine Operation keine Besserung?
Dr. Schultz: Richtig. Auch das wurde mit Hilfe verschiedener Studien, die in Dänemark, Frankreich und Norwegen durchgeführt wurden, nachgewiesen. Unsere Patienten berichten nicht selten, dass sie ihre Schmerzmedikamente weiterhin einnehmen müssen, um die Schmerzen zu reduzieren oder zu eliminieren.

Dr. Moser: Oftmals geht man davon aus, dass das Problem vom künstlichen Gelenk ausgeht, weshalb es ausgetauscht werden sollte und nicht selten wird. In Wahrheit sind es aber irritierte Nerven bzw. Nervenfasern, die lediglich durchtrennt oder verlegt werden müssten.

Wie äußeren sich diese Schmerzen?
Dr. Schultz: Das ist individuell verschieden. Sie können stechend, kribbelnd, brennend oder dumpf sein.

Mit welchen Mitteln lässt sich herausfinden, welche Schmerzursache zugrunde liegt?
Dr. Moser: Die Ursache ist natürlich nicht in jedem Fall nervenbedingt. Deshalb arbeiten wir eng interdisziplinär zusammen, um eine genaue Diagnose stellen zu können. Ein hochauflösender Ultraschall sowie genaue körperliche Untersuchungen geben meist Aufschluss darüber, wo das Problem liegt. Bevor wir operieren, blockieren wir die Nerven mittels Testblockade, indem wir ein Lokalanästhetikum in den schmerzenden Bereich injizieren. Lässt sich der Schmerz damit ausschalten, ist das ein Indiz dafür, dass eine Operation sinnvoll sein kann.

Was sollten Patienten, die nach einer Gelenksoperation Schmerzen haben, tun?
Dr. Schultz: Betroffene müssen ihr Problem kommunizieren und sollten es nicht totschweigen. Naturgemäß hat man nach jedem Eingriff Schmerzen, die allerdings nach einer gewissen Zeit verschwinden sollten. Sind sie anhaltend und bestehen über einen langen Zeitraum, stimmt etwas nicht.

Dr. Moser: Es ist in vielen Fällen keine optimale Lösung, ein Leben lang Schmerzmittel einzunehmen und sich mit einem unhaltbaren Zustand abzufinden. Wenn der Schmerz durch eingeengte oder vernarbte Nerven verursacht wird, sollte dies mit einer kleinen Operation korrigiert werden. Wir können nicht jedem helfen, aber vielen. Im 1. Wiener Nervenschmerz Zentrum arbeiten verschiedenste Disziplinen zusammen, damit alles umfassend abgeklärt werden kann. Ich operiere nur jene Patienten, die meiner Meinung nach von einem Eingriff profitieren können.

» Weitere Informationen zum Thema der Woche




Mehr erfahren